Isnyer stellt in Berlin Fotokunst aus

On 13. September 2017

Isnyer stellt in Berlin Fotokunst aus

Isnyer feiert in Berlin eine erfolgreiche Foto-Kunstausstellung

 

Der Künstler Franz Fleck vor einigen seiner Werke, die er in Berlin ausstellte. (Foto: Isolde Fleck)

 

Isny/Berlin sz Franz Fleck ist eigentlich gar kein Künstler – sondern Wirtschafts-Ingenieur. Trotzdem hat der ehemalige Isnyer in Berlin diesen Sommer eine erfolgreiche Ausstellung hinter sich gebracht. In der Galerie und Bar „F37“ in der Fasanenstrasse präsentierte er Fotos und Texte unter dem Titel „enjoy2be“, was auf Deutsch so viel heißt wie „genieße, zu sein“.

Dahinter steckt der dringende Wunsch des 66-Jährigen, Menschen, ihre Persönlichkeit und ihre echte Leidenschaft zum Ausdruck zu bringen. „Mich interessieren Menschen, die eine Idee verfolgen und sich darin zum Ausdruck bringen“, sagt er. Also suchte er sich Geschäfte mit ulkigen Namen und fing mit Hilfe eines Fotografen und eines Texters ihre Geschichten dazu ein. Zum Beispiel die Frisörinnen des Salons „Kopfgeldjäger“, die Kuchenbäcker von „Dreikäsehoch“ und der Schuhverkäufer aus dem Laden „Stiefelknecht“.

„Mich hat schon immer interessiert, was Menschen antreibt und wie sie ihre Träume und Ideen in Projekten zum Ausdruck bringen“, sagt der ehemalige „General-Manager“ einer großen amerikanischen Softwarefirma mit über 36 000 Mitarbeitern. Während seiner hauptberuflichen Karriere hatte der zweifache Vater kaum Zeit, sich seinen eigentlichen Interessen hinzugeben. „Ich habe mich nach der Schule für einen sicheren Karriereweg entschieden.“ In der Hektik des Alltags blieb nie genug Zeit, sich um sein Kunstinteresse zu kümmern.

Ein Fahrradunfall brachte ihn dazu, über seinen eigentlichen Antrieb nachzudenken. Während eines längeren Aufenthalts in einer Schmerzklinik erinnerte sich Franz Fleck an seine Wurzeln: In Isny hatte er bis zum Ende seiner Lehre immer viel mit Menschen zu tun. „Hier habe ich gelernt, wie man hinter die Kulissen blickt. In einer Stadt wie Isny sprechen die Leute noch miteinander.“ Eine Fähigkeit, die er sein ganzes Berufsleben gut nutzen konnte.

Jetzt will er zurückgeben, wovon er lange profitierte: Mit der Ausstellung eröffnete der Berliner auch eine Webseite, auf der sich Unternehmer und Künstler mit ihrer Leidenschaft präsentieren können. „Die Webseite soll eine Plattform sein, für Menschen, die sich für Menschen interessieren, wie sie ihr Leben leben, ihr Glück suchen in dem oder mit dem, was Ihnen Freude macht und sie erfüllt.“

Fotos, Texte und die Ergebnisse der Ausstellung in Berlin sind zu sehen unter www.enjoy2b.de

Von Stefanie Böck, Schwäbische, Artikel vom 09.09.2017

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