Roger Fritz – SCHWARZWEISS

On 9. September 2013
Romy Schneider by Roger Fritz

Romy Schneider by Roger Fritz

Der Fotograf, Filmemacher und Schauspieler Roger Fritz, geboren 1936 in Mannheim, versucht sich zunächst als Bäcker, als Kellner und beginnt eine Ausbildung zum Großhandelskaufmann. Inspiriert von der Begegnung mit dem Fotografen Herbert List lebt er dann aber seinen Traum von Reisen und der Fotografie. Nach ersten Veröffentlichungen in der amerikanischen Zeitschrift Life erhält er zweimal den begehrten Photokina-Preis (1954, 1956). Es folgen umfangreiche Reportagen für Quick, Bunte, Stern und die französische Vogue. 1961 studiert Roger Fritz an der UFA-Nachwuchsschule für Schauspiel und Regie, assistiert Luchino Visconti und spielt unter dessen Regie mit Romy Schneider in „Boccacio 70“. 1963 dreht Roger Fritz seinen ersten Kurzfilm „Verstummte Stimmen“ über den Mauerbau, ausgezeichnet mit dem Bundesfilmpreis. Auch der zweite Kurzfilm „Zimmer im Grünen“ glänzt mit dem Prädikat „besonders wertvoll.“ Es folgen mehrere Filme und Fernsehserien als Regisseur, Darsteller und Autor und die Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder (Berlin Alexanderplatz, Lili Marleen, Querelle).

Die Ausstellung SCHWARZWEISS in der Galerie F37 zeigt Bilder aus fünf Jahrzehnten dieses außergewöhnlichen Lebens. Von Sinnlichkeit gelenkte Blicke laden ein, in Neugier, Übermut und Zärtlichkeit zu baden.

Roger Fritz ist Mitbegründer der legendären Zeitschrift Twen und beeinflusst in den 60er Jahren die Bildsprache des Fotojournalismus in Deutschland. Auch am Filmset ist die Fotokamera immer dabei. 1982 werden die Szenenfotografien von Roger Fritz im Filmbuch zu „Querelle“ veröffentlicht, die erst kürzlich (2012) in Ausstellungen in Berlin und New York gezeigt wurden. Für seine Reportage über St. Pauli für das Magazin Quest wurde der Fotograf 2007 mit dem Lead-Award ausgezeichnet.

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